Nach etwas über 4 Monaten habe ich gestern, am 30. Juli 2011, Ariadne sicher vertäut in ihrem “Heimat”-Hafen verlassen. Ein sehr wehmütiger Moment war das…
Die letzten Meilen von Stellendam aus habe ich ohne weitere Verzögerungen zurück gelegt. Zunächst ging es über die Maas-Mündung hinweg nach Scheveningen. Dank Anmeldung bei Maas-Entrance klappte das hervorragend und ohne Ausweichmänöver gegenüber der Großschifffahrt.
In Schveningen bekam ich einen hervorragenden Liegeplatz: ganz vorne an der Einfahrt zum Hafenbecken:
Natürlich mit Nachbarn längsseits, aber wenn alle etwa zur gleichen Zeit abfahren wollen ist das nicht tragisch. Von Scheveningen dann nach Ijmuiden, wo ich ja schon oft gelegen hatte. Auch hier gab es keinerlei Probleme, dafür ein Kompliment. Als ich zwei älteren Herren aus Deutschland beim Anlegen direkt hinter mir half, meinte einer von den beiden bewundernd: “was, mit so nem Riesenkahn sind sie unterwegs?” Na ja, Ariadne war eben doch zwei Meter länger als ihr Bootchen…
Von Ijmuiden aus dann die übliche Prozedur: Motorboot fahren durch Amsterdam. Neu war, dass die Hafenpolizei an Bord kam: Yachtkontrolle! Zum allerersten Mal musste ich in den Niederlanden meinen Segelschein vorzeigen. Und ich hatte gedacht, sie wollten meckern, weil ich meinen Adenauer unterwegs irgendwo verloren hatte…
Zum Glück klappte es mit Brücken und Schleusen hervorragend, so dass ich bis auf 10 Minuten vor Ijmuiden keinerlei Wartezeiten hatte. Ich bin dann bis Enkhuizen durchgefahren und dort ziemlich müde in der Koje verschwunden.
Donnerstag, 27.07.: vor lauter Aufergung war ich schon um 5 Uhr wach. Ein Blick aus dem Niedergang sagte: Nebel! Also habe ich mich wieder hin gelegt und bin dann um 8 Uhr losgefahren gen Heimat.
In Stavoren musste ich auch nur kurz warten und um 11.45 Uhr habe ich Ariadne wieder sicher an ihrem Stammplatz vertäut. Der Hafenmeister kam persönlich, um meine Vorleinen in Empfang zu nehmen.
Über 1400 Meilen liegen nun hinter mir, die ich in 26 Etappen bewältigt habe. Ein netter Schnitt…
Alles in allem bin ich über 2500 Meilen einhand gesegelt, in einem Revier, das manche ehrfürchtig “anspruchsvoll” bezeichnen. Ich habe nichts mit Absicht kaputt gemacht, keinen anderen und auch mich selbst nicht be- oder geschädigt, Ariadne schwimmt immer noch: ich bin zufrieden und auch stolz.
Hiermit endet nun mein Blog. Zumindest der über eine Reise, die eine lange Vorgeschichte hatte und mich mein ganzes restliches Leben begleiten wird.
Viele haben mich schon gefragt, ob ich so etwas noch einmal tun wolle. Dazu kann ich nur sagen: das weiß ich im Moment nicht. Vielleicht, wenn die Zeit dafür reif ist…
Man wird sehen. Dann gibt es auch wieder einen Blog – versprochen!
Doch noch was vergessen: so sieht meine Reise aus:





























